Im Oktober und November arbeitete ich an einem Untergrund für ein neues Werk. Dabei verarbeitete ich zwei Blautöne, Weiß sowie eine Untergrundmasse zum Einbetten von Roststaub und größeren rostigen Metallstücken, die ich letztes Jahr aus Malta mitbrachte.
Die Durchtrocknung dauerte dann vier Tage.
Am Donnerstag las ich immer wieder vom Tod Leonard Cohens, während neben mir dieses eigentlich unfertige Werk stand und mich förmlich beobachtete. In diesen Mom<span class="text_exposed_show">enten wurde mir klar: Dieser blaue Hintergrund ist Leben. Leben pur.
Optimismus und Zuversicht. Das verrottende Metall, all der Rost aber ist Vergangenheit, Vergänglichkeit, Tod.
Beides gehört zusammen.
In radioeins folgten Songs von Leonard Cohen, und ich wusste: Das ist das Bild zu meinem Lieblingssong von Cohen - „The Future“. Ich habe es mit zwei Versen des Songs auf der Leinwand fertiggestellt.
Um das noch zu ergänzen: Ich höre (neben anderen) Bob Dylan auch gern. Nur ist Dylan für mich immer unnahbar geblieben; ein Wissender und Belehrender, als Person kaum greifbar.
Cohen dagegen berührt mein Herz, manche Songs werfen regelrechte Gefühlsbrandblasen. Man wird angefasst!
Hier das Musikvideo zu "The Future": https://www.youtube.com/watch?v=D97OxHZzBeQ
Uli Lächelts Werk „XXI 1 - The Future“ präsentiert eine kraftvolle Auseinandersetzung mit düsteren Zukunftsvisionen. Die Malerei besticht durch eine dichte, strukturierte Oberfläche, die durch das Zusammenspiel von rauen, erdigen Partikeln und einem wolkigen, graublauen Farbauftrag eine intensive Tiefenwirkung entfaltet. Im Zentrum des Bildes zieht der handschriftliche Text „I’VE SEEN THE FUTURE, BROTHER IT IS MURDER“ die Aufmerksamkeit auf sich und verstärkt die bedrückende Atmosphäre des Werks. Die Kombination aus abstrakter Materialität und direkter Botschaft schafft eine eindringliche Spannung, die zum Nachdenken über Gewalt und Zerstörung in der Zukunft anregt. Dieses Bild ist ein eindrucksvolles Beispiel für die expressive Kraft der Malerei, die sowohl visuell als auch inhaltlich berührt.